Reitkunst am Bodensee

"Wenn zwei Körper können, was zwei Geister wollen" Zitat Bent Branderup

"Die Dressur ist für das Pferd da, und nicht das Pferd für die Dressur" Zitat Bent Branderup



Ganzheitliche Ausbildung von Pferd und Reitern                       

Wir befinden ins in einem Zeitenwandel und viele sind auf der Suche nach tragenden Werten wie, Liebe, Harmonie, Miteinander und einer sinnvollen Tätigkeit.

Was ist sinnvoller, als mit und durch die Pferde zu unseren positiven Eigenschaften zu finden? Einfühlungsvermögen, Wertschätzung, Fairness, Demut (dem Pferd gegenüber) Verantwortung und Hingabe. Dies sind krasse Gegensätze zu egoistischem Profitstreben und kurzfristigem Erfolg, der im Moment noch allgemeinüblich gelebt wird.

Es scheint so, als träfen sich beim Pferd diese Welten in ihrer ganzen Bandbreite und genau hier liegt unsere Chance der Veränderung. Wir sehen Bilder von internationalen Reitern, die keine Vorbilder mehr sind. Wir nehmen den Schmerz der Pferde während der Rollkur wahr, sehen eingeschnürte Mäuler und wollen nicht mehr zusehen. Die Show geht aber weiter, das Geld muss fließen.

Wie im Kleinen, so im Großen - eines der Naturgesetze, die über allen von Menschen gemachten Vorschriften, Verboten und Gesetzen steht. Beginnen wir also mit uns selbst. Das Große muss zwangsläufig folgen.

EIne neue Haltung gegenüber den Pferden und dem Reiten entwickelt sich. Reiter und Ausbilder stehen vor der Herausforderung, Altes erst einmal loszulassen, sich für neue Wege zu öffnen und schlußendlich mit dem Ursprünglichen wieder zu verbinden.

Mir ist wichtig, mit den Reitern und ihren Pferden dort zu beginnen, wo sie sich im Moment befinden. Das schließt die Vergangenheit nicht aus, aber die ist nicht zu ändern. Im JETZT zu beginnen, bedeutet, sich der heutigen Sitution bewusst zu werden und einen Weg einzuschlagen, der neu ist - neu - daher nicht vorhersehbar. Die Kunst der kleinen Schritte zu praktizieren, ohne das eigene Ziel aus den Augen zu verlieren.

Es braucht

  • Mut, sich auf etwas Neues einzulassen, über den eigenen, selbst erschafften Schatten zu springen
  • Einfühlungsvermögen
  • Offenheit und einen klaren Blick
  • Spaß, sich am eigenen Erfolg zu erfreuen - über sich selbst lachen zu können

Ich hatte viele großartige Lehrer, vor allem waren es diejenigen, die mich auf den falschen Weg geführt haben, die mir erklärt haben, dass ihr Weg der einzig richtige ist und versuchten meinen Fragen auszuweichen und meine Erfahrungen als Falsch abzutun. Extremismus und das Festhalten an einem von anderen vorgeschriebenen Wegen haben mich skeptischer, kritischer und selbständiger gemacht.

Nachhaltig beeindruckt haben mich

  • Conny, die mir vor ca. 12 Jahren gezeigt hat, das reiten ganz leicht ist,
  • Anja Hass, eine begnadete Reiterin und Lehrerin aus der Schweiz, lizensierte Trainerin von Bent Branderup
  • Thomas Türmer, Working Equtation, der mir eine Ahnung vermittelt hat, was ich Neues lernen kann,um die klassische Ausbildung ganz praktisch anzuwenden
  • und natürlich Bent Branderup. Sein Unterricht, sein Blick für Veränderungen und sein Vermögen mir meine Grenzen aufzuzeigen und mich darüber hinweg zu bringen haben mich geprägt.
  • meine Schüler - sie gaben und geben mir ihr Vertrauen und die Möglichkeit selber immer weiter zu lernen, mich von ihnen und ihren Erfahrungen inspirieren zu lassen und in meine Arbeit aufzunehmen.

Untericht:

Bodenarbeit:

Die Bodenarbeit ist die Grundlage für die Arbeit an der Hand, das Longieren und dient als Einstieg zu einreiten des jungen Pferdes. Die Bodenarbeit sollte einen Bezug zum reiten haben, schließlich wollen wir irgendwann auf dem Pferd sitzen und dann nicht wieder von vorn beginnen.

Ziele:

Untertreten auf dem Zirkel und der Geraden im vorwärts abwärts in Links- und Rechtsbiegung

Schulterherein

Kruppeherein

Traversalen und Pirouette

Renvers

Longieren:

Hier lernt das Pferd auf einem Zirkel in den Grungangarten in Biegung und Stellung erst sich selbst und später Sattel und Reiter in Balance zu tragen. Bodenarbeit und Longieren schließen einander nicht aus. Hier arbeiten wir mit Körperhilfen (Körpersprache - neutral, treibend, Zirkel vergrößern und verkleinern) - Stimmhilfen (russische Wörter und aramäische Sätze ... Scherz :-) und Gertenhilfen ( treibend, zeigend, einwirkend - die Gerte ist kein Schlaginstrument!)

Anreiten/ einreiten

Von der Longe - zum reiten.

Reitunterricht:

Reiten lernt man durch durch reiten und der Schritt ist die schwerste Gangart.

Hat das Pferd die Grundlagen am Boden und der Longe bereits gelernt ist der Weg für den Reiter einfach. Alle Übungen werden nun aus dem Sattel heraus erarbeitet. Der Reiter lernt über Sitz- Schenkel und Zügelhilfen sein Pferd möglichst wenig zu stören.

Hier geht es bald weiter ...